Umweltschule in Europa

Die Grundschule Egels ist im Bewerbungsverfahren zur Erreichung des Titels „Umweltschule in Europa“

Was bedeutet das?

Wir haben uns in Absprache mit den Gremien für die Bewerbung zur „Umweltschule in Europa“ entschieden und dabei zwei Schwerpunkte gewählt. Zum einen der Bereich der „Gesundheitserziehung“, zum anderen der der „Biodiversität“, also der Artenvielfalt im Bereich der Tier- und Pflanzenwelt. Eineinhalb Jahre haben wir nun Zeit, diese Themen in den Unterricht oder in gezielte Projekte einfließen zu lassen.

Wie kommt es dazu?

Unsere Schule hat seit langer Zeit unter anderem den Schwerpunkt der Gesunderhaltung und der Gesundheitserziehung. Zahlreiche Projekte sind in den Schulalltag integriert. Zudem ist die Schule zum zweiten Mal mit dem Titel „Sportfreundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Nun gilt es, die einzelnen Aktionen noch stärker miteinander zu vernetzen, um entsprechend nachhaltiger agieren zu können.

Seit einigen Jahren rücken Naturbeobachtungen und gezielte Maßnahmen zum Erhalt des natürlichen Lebensraumes in den Fokus unserer Arbeit. Die Anlage eines Schulgartens sowie die Ansiedlung und die Pflege eines Bienenvolkes kommen aktuell hinzu.

Wer beteiligt sich?

In erster Linie die Kinder der Grundschule Egels. Hinzu kommen das komplette Kollegium und engagierte Eltern, die die Arbeit  unserer Schule stets bereichernd unterstützen. Der Freundeskreis der Grundschule Egels e.V. unterstützt unsere Arbeit mit engagierter Mitarbeit und den notwendigen finanziellen Mitteln.

Wo kann man sich informieren?

Die Homepage der Grundschule Egels wird um den Reiter „Umweltschule in Europa“ erweitert. Dort werden die wesentlichen Maßnahmen dokumentiert.

Was ist bislang passiert?

Fortfolgend nummeriert werden nun alle relevanten Aktionen mit Wort und Bild dokumentiert.

1. Teilnahme an der Schulobstaktion des Landes Niedersachsen:

Zweimal in der Woche werden wir von Bio Baier mit frischem Obst und Gemüse beliefert. Die Kinder bereiten unter fachlicher Anweisung von den jeweiligen Bundesfreiwilligenbediensteten und Eltern das Frühstück zu und verteilen es in die Klassen. So lernt jedes Kind verschiedene Obst- und Gemüsesorten kennen, erlangt fach- und sachgerechte Kenntnisse bezüglich der Zubereitung und darf es in die einzelnen Klassen verteilen. Darüber hinaus werden die Kinder über die Bedeutung im Hinblick auf eine ausgewogene gesunde Ernährung informiert. Das Angebot wird sehr gut genutzt, so dass die Schalen mittags stets leer sind.

2. Bau einer 7 Meter langen Benjeshecke mit dem Strauch- und Baumschnitt aus der Umgebung

Im Februar haben die Kinder der beiden dritten Jahrgänge eine Benjeshecke hinter dem Werkraum angelegt. Vorab wurden sie über die ökologische Bedeutung solch eines Totholzzauns informiert, so dass die Kinder wussten, wie sie vorgehen müssen und warum der Zaun wichtig ist für die heimische Tierwelt. Bereits bei der Anlage inspizierte ein Rotkehlchen die insgesamt 1,50 Meter hohe Mauer, die in S-Form gebaut ist.

3. Anlegen eines insektenfreundlichen Schulgartens

Das durch die Umbaumaßnahmen im Zuge des Ganztagsbetriebs entstandene Außengelände wird nun in mehreren Schritten kinder-, erwachsenen- und naturfreundlich gestaltet. Dazu zählt auch das unter Nummer 2 beschriebene Projekt. Aufgrund der Corona Pandemie und dem damit verbundenen Schulausfalls konnte der Schulgarten nicht mit Kindern gemeinsam angelegt werden. 18 Beete, die bezüglich der Größe gut von Kindern gepflegt werden können, sind entstanden. Bilden auf der einen Seite des Weges die Farben Weiß und Lila einen harmonischen Blick, sind die Beete der anderen Seite mit Stauden der Farben Gelb, Orange und Rot bepflanzt. Das Gelände wird von einer Rotbuchenhecke eingefriedet. Die noch anstehenden Arbeiten werden von Kindern der Notbetreuung unter Beachtung der Hygieneauflagen erledigt.

4. Bienenvolk auf dem Schulgelände beheimatet

Seit wenigen Tagen steht hinter dem Werkraum ein Bienenvolk. Die Kinder der „Rund um die Biene AG“ des Ganztagsbetriebs haben die Bienenbeute unter Anleitung der Imker Roman Schierz und Manfred Süßen gebaut. Dabei erfuhren die Kinder bereits einiges über die Lebensweise der Bienen. Die Kinder sind mit Schutzanzügen ausgestattet worden, so dass sie am Volk arbeiten können. Vorfreude besteht auf den Moment der ersten Honigernte. Das Bienenvolk entstammt der wesensgemäßen Imkerei. Die Anlage des bienenfreundlichen Schulgartens (s. unter Nr. 3) erfolgt in enger Kooperation zu diesem Vorhaben. Damit bekommen die Kinder einen Eindruck von der ökologischen Vernetzung einzelner Projekte.